Meine aktuellen Vorträge im Herbst/Winter 2017:

       

      1. Zwerggalaxien surfen auf Dunkler Materie
        Superautobahn verbindet Milchstraße mit entfernten Galaxien

        Seit 80 Jahren beobachten Astronomen, dass sich Sterne und Galaxien so bewegen, als ob im Mittel etwa fünfmal so viel Materie vorhanden wäre als tatsächlich sichtbar ist. Aufgrund von immer besser werdenden Beobachtungsdaten und Berechnungen setzte sich die Theorie durch, dass diese "fehlende" Materie tatsächlich existiert. Doch eine seltsame Beobachtung ließ um 1980 wieder Zweifel an der Existenz dieser Dunklen Materie aufkommen: Die Milchstraße wird von Zwerggalaxien umkreist. Es stellte sich heraus, dass die von den Zwerggalaxien gezogenen Kreise alle exakt aneinander ausgerichtet sind, was man so nicht erwartet hatte. Neue Computersimulationen des Potsdamer Astrophysikers Noam Libeskind zeigen jetzt jedoch, dass man diesen Umstand mit einem kosmischen "Autobahnnetz" aus Dunkler Materie erklären kann. Dieses Netz verbindet die circa 100.00 Galaxien des Supergalaxienhaufens Laniakea miteinander, zu dem auch unsere Milchstraße gehört.

        Mo   25.09.2017   Bergisch Gladbach
        Do   28.09.2017   Eschweiler
        Mi    18.10.2017   Frechen
        Mo   06.11.2017   Bergheim
        Di    07.11.2017   Dormagen
        Mi    08.11.2017   Rheinbach
        Do   09.11.2017   Troisdorf
        Di    14.11.2017   Düsseldorf
        Di    21.11.2017   Bad Honnef
        Mo  27.11.2017   Viersen
        Do  30.11.2017   Neuss

      2. Gesucht: Planet Neun
        In Verdacht: Die Sonne verschlingt zwei Supererden und klaut eine dritte
        In den letzten 20 Jahren sind viele Exoplaneten in anderen Planetensystemen entdeckt worden. Doch unser Sonnensystem scheint einzigartig zu sein. Denn typisch für viele der anderen Systeme sind "Supererden" (Planeten mit ca. 10 Erdmassen), die ihre Sonne in sehr geringem Abstand umkreisen. Warum wir keine Supererden (mehr) haben, erklären nun Computerberechnungen, die die Bewegungen im frühen Sonnensystem rekonstruieren. Demnach ist Jupiter nach innen gewandert und hat dabei viele Kleinplaneten ins innere Sonnensystem geschickt. Damit wurden die damals vorhandenen Supererden so lange bombardiert, bis sie in die Sonne gefallen sind. Doch die hat sich offenbar eine neue Supererde besorgt: Unregelmäßigkeiten in den Bahnen von Kleinplaneten außerhalb der Plutobahn sprechen für die Existenz einer Supererde, die unsere Sonne heute in großem Abstand umkreist. Die berechnete Bahn dieses Planeten Neun deutet darauf hin, dass er nicht von Anfang an Bestandteil unseres Sonnensystems war.

        Mi   23.08.2017   Leverkusen
        Di   10.10.2017   Stolberg
        Mi   15.11.2017   Recklinghausen
        Mi   13.12.2017   Düren


      3. Das Universum ist nicht genug
        Der Urknall war nicht der Beginn von allem
        Kurz nach dem Urknall dehnte sich das Universum innerhalb eines winzigen Sekundenbruchteils um einen gewaltigen Faktor aus: Eine Strecke, die gerade noch einen Millionstel Millimeter lang war, maß plötzlich eine Milliarde Lichtjahre und war damit fast so groß wie das gesamte heute sichtbare Universum. So behauptet es jedenfalls die Inflationstheorie, die vor 30 Jahren aufgestellt wurde und für deren Richtigkeit es erste Beobachtungsindizien gibt. Angetrieben wurde die Inflation von Vakuumfeldern, die den leeren Raum ausfüllen. Einige Physiker haben die "Geschichte" dieser Vakuumfelder zu Ende gedacht und gerechnet, und kommen zu dem Schluss: Die Inflationstheorie macht nur dann Sinn, wenn unser Universum nur eines von unzählig vielen in einer unendlichen Abfolge von neu entstehenden Universen in einem riesigen "Multiversum" ist. Der kanadische Physiker Matthew Johnson hat vor kurzem erste Vorschläge gemacht, wie man die Existenz anderer Universen beweisen könnte.

        Mo   02.10.2017   Marmagen