Meine aktuellen Vorträge im Frühjahr/Sommer 2017:

       

      1. Gesucht: Planet Neun
        In Verdacht: Die Sonne verschlingt zwei Supererden und klaut eine dritte
        In den letzten 20 Jahren sind viele Exoplaneten in anderen Planetensystemen entdeckt worden. Doch unser Sonnensystem scheint einzigartig zu sein. Denn typisch für viele der anderen Systeme sind "Supererden" (Planeten mit ca. 10 Erdmassen), die ihre Sonne in sehr geringem Abstand umkreisen. Warum wir keine Supererden (mehr) haben, erklären nun Computerberechnungen, die die Bewegungen im frühen Sonnensystem rekonstruieren. Demnach ist Jupiter nach innen gewandert und hat dabei viele Kleinplaneten ins innere Sonnensystem geschickt. Damit wurden die damals vorhandenen Supererden so lange bombardiert, bis sie in die Sonne gefallen sind. Doch die hat sich offenbar eine neue Supererde besorgt: Unregelmäßigkeiten in den Bahnen von Kleinplaneten außerhalb der Plutobahn sprechen für die Existenz einer Supererde, die unsere Sonne heute in großem Abstand umkreist. Die berechnete Bahn dieses Planeten Neun deutet darauf hin, dass er nicht von Anfang an Bestandteil unseres Sonnensystems war.

        Mo   13.02.2017   Düsseldorf
        Mo   06.03.2017   Bergheim
        Di    07.03.2017   Bad Honnef
        Mi    08.03.2017   Rheinbach
        Di    14.03.2017   Troisdorf
        Di    21.03.2017   Dormagen
        Do   30.03.2017   Frechen
        Do   06.04.2017   Eschweiler
        Mo   08.05.2017   Bergisch-Gladbach
        Di     09.05.2017   Meerbusch
        Mo   22.05.2017   Neuss

      2. Wie real ist die Welt?
        Physikalische Ergebnisse bezweifeln die Existenz einer objektiven Wirklichkeit

        Mit dem Satz "Gott würfelt nicht" drückte Albert Einstein aus, was er von der Quantentheorie hielt. Denn in der Quantenphysik lautet die Antwort auf die Frage, wo sich ein bestimmtes Objekt befindet: kann da sein, kann aber auch dort sein. Präzise lässt sich mit der Quantenphysik lediglich die Wahrscheinlichkeit berechnen, mit der das Objekt "da" bzw. "dort" ist. Noch bizarrer ist ein Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger, bei dem eine Katze gleichzeitig tot und lebendig ist. Im Jahr 1935 glaubte Einstein, der Quantenphysik den Todesstoß versetzt zu haben: Aufbauend auf Einsteins Vorarbeiten hatte Schrödinger bewiesen, dass es "spukhafte", fast telepathische Fernwirkungen zwischen Teilchen geben müsse, wenn die Quantenphysik richtig ist - was Einstein für unmöglich hielt. Doch inzwischen ist klar: Diese spukhaften Fernwirkungen existieren wirklich. Noch schlimmer: Physiker arbeiten aktuell an Experimenten, die darauf hinweisen, dass unsere Welt viel weniger real ist, als wir bisher dachten.

        Do   19.01.2017   Neuss
        Mo   03.04.2017   Nettersheim-Marmagen
        Di    13.06.2017   Stolberg


      3. Das Universum ist nicht genug
        Der Urknall war nicht der Beginn von allem
        Kurz nach dem Urknall dehnte sich das Universum innerhalb eines winzigen Sekundenbruchteils um einen gewaltigen Faktor aus: Eine Strecke, die gerade noch einen Millionstel Millimeter lang war, maß plötzlich eine Milliarde Lichtjahre und war damit fast so groß wie das gesamte heute sichtbare Universum. So behauptet es jedenfalls die Inflationstheorie, die vor 30 Jahren aufgestellt wurde und für deren Richtigkeit es erste Beobachtungsindizien gibt. Angetrieben wurde die Inflation von Vakuumfeldern, die den leeren Raum ausfüllen. Einige Physiker haben die "Geschichte" dieser Vakuumfelder zu Ende gedacht und gerechnet, und kommen zu dem Schluss: Die Inflationstheorie macht nur dann Sinn, wenn unser Universum nur eines von unzählig vielen in einer unendlichen Abfolge von neu entstehenden Universen in einem riesigen "Multiversum" ist. Der kanadische Physiker Matthew Johnson hat vor kurzem erste Vorschläge gemacht, wie man die Existenz anderer Universen beweisen könnte.

        Mi   25.01.2017   Rheine
        Mi   15.02.2017   Kreuzau